Sonntag, 5. April 2015

Konsumfasten 2015. Das Fazit

Konsumfasten 2015
Hallo meine Lieben und frohe Ostern allerseits!

Ich schreibe heute, weil das dritte Konsumfasten von BuchSaiten und Pimis Bücher zu Ende ist. Nach fast sieben Wochen darf ich wieder Süßes essen, Bücher kaufen und wie blöde im Internet surfen. Falls ich das möchte.

Nicht alle meine Vorgaben für die Fastenzeit habe ich gleichermaßen gut einhalten können. Zwei Geburtstage sind in die Fastenzeit gefallen, und da auf Kuchen zu verzichten wäre einfach unhöflich gewesen (und, ja, auch unmöglich). Trotzdem erachte ich meinen fast durchgängigen Verzicht auf Süßes als größte Errungenschaft dieser Fastenzeit:
  • Auf Süßes verzichten: Die Fastenzeit war in Sachen Süßigkeiten ein echter Egopusher für mich, habe ich doch zum ersten Mal in meinem Leben bewusst auf Süßes verzichtet und bin auch in schwierigen Situationen standhaft geblieben. Ich weiß jetzt, dass ich das kann und dass es genauso befriedigend sein kann, nein zu sagen, wie in einen Riegel Schokolade zu beißen. Wirklich! Da werde ich wohl in Zukunft auch so besser verzichten können.
  • Internetzeit begrenzen: Fail. Kurz gesagt. Nur in den letzten Tagen hatte ich weniger Netzzeit, weil mein PC passenderweise den Geist aufgegeben hat. Ich habe an drei Abenden bewusst Lesezeit eingebaut, aber durch die Magisterarbeit komme ich vom Computer kaum weg und wenn ich da eine Pause brauche, lande ich meist im Web. Aber: Ich habe mir auch angewöhnt, bei schönem Wetter wenigstens eine kleine Runde spazieren zu gehen. Das verbuche ich mal als Erfolg.
  • Medienkonsum: Ich bin doch ab und zu schwach geworden und hatte dieses Ziel gar nicht so präsent, weshalb ich manchmal erst im Nachhinein gemerkt habe, dass eine Vormerkung bei der Onleihe eigentlich gegen meine Regeln ist. Aber alles in allem bin ich auch nicht exzessiv Shoppen gegangen oder so und habe auch Bücher aussortiert.
  • Ausmisten: Joa. Wie befürchtet hat mir hierfür einfach die Zeit gefehlt. Über ein paar Bücher, T-Shirts und CDs hinaus bin ich mit dem Ausmisten nicht gekommen. Aber immerhin ein Anfang.
Wie ich schon im Ankündigungspost sagte: "Ich weiß, dass es riskant ist, sich während einer stressigen Lebensphase auch noch zusätzliche Disziplin abzuverlangen und ich erwarte auch nicht, das Konsumfasten vorbildlich zu überstehen." 
Genauso ist es gekommen. Aber das macht nichts. Ich bin froh, dabei gewesen zu sein und wieder mehr auf meinen Körper zu hören, der mir sagt, dass er die Sonne spüren will, nicht mehr am Schreibtisch sitzen will oder keinen Kaffee mehr sehen kann. Ganz nebenbei habe ich auch ein kleines Tagebuch begonnen, wo ich reinschreibe, wenn ich mich mies fühle, und wo ich mir überlege, wie ich mein Leben besser hinkriege. Das habe ich auch noch nie gemacht, habe aber das Gefühl, dass ich dadurch schon ein bisschen aufmerksamer auf mein Verhalten geworden bin.

Man kann also sagen, meine Ziele für die Fastenzeit sind am Ende vom Konsumfasten ein wenig abgewandert in ganz andere Gefilde, die ja auch irgendwie wieder nah am ursprünglichen Sinn der Fastenzeit liegen: Mit sich selbst ins Reine kommen, inneres Gleichgewicht finden. Neben dem bewussten Verzicht.

Danke an Katrin und Pimi für die Organisation. Jederzeit wieder!

Alle Posts zum Konsumfasten 2015: Ankündigung, nach einer Woche und Halbzeit.

Kommentare:

  1. Das klingt doch nach einer weitgehend wirklich erfolgreichen Zeit, auch wenn du nicht alle Ziele 100%ig geschafft hast - gratuliere! :-)

    Vielleicht mach ich da nächstes Jahr auch mal mit, das würde mir sicher auch gut tun - letztes Jahr habe ich in der Fastenzeit meinen Internetkonsum auf eine halbe Stunde pro Tag begrenzt, das war auch schon super. Dieses Jahr war ich irgendwie zu abgelenkt dazu.

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    1. Bei mir war ja nicht viel los, daher ging das Fasten ganz gut. Ich kann aber verstehen, dass es nicht jederzeit durchführbar ist!

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  2. Ich finde es großartig, was Du alles in Deiner Fastenzeit erreicht hast. Gratuliere!

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    1. Danke, Natira. Ich freue mich, jetzt wieder Hörbücher in der onleihe ausleihen zu "dürfen"!

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  3. Hoi, Cat.
    Mir scheint, daß das Wesentliche Deiner Fastenaktion, in der Tat, das Beginnen eines Tagebuchs ist. Für ein "Sich-mies-fühlen" braucht es die Aussprache - und wenn es "nur" ein geschriebener Eintrag ist. Der Gedanke, schwarz auf weiß gebannt, schließt die Trübsal ein wenig in sich ein.
    Denke ich jetzt mal, so aus meiner Distanz. ;-)

    Dir, in den kommenden Tagen, 13 Dinge, die Dich erfreuen!

    bonté

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    1. Danke, RoM!
      Das ist schon nicht ganz verkehrt, was du schreibst. Ich bin ein sehr impulsiver Mensch - spanisches Blut :) - und bin mir manchmal nicht bewusst, warum ich bestimmte Sachen sage oder tue. Da hilft es, einen Dialog mit sich selbst zu beginnen.

      Liebe Grüße!

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